Meine Ernte im letzten Herbst/Gartenbilder

Ihr erinnert Euch, dass ich einen Kleingarten haben wollte….. und den habe ich seit Juni. Ständig verändert er sich und ich fotografiere und eine Woche später sieht wieder alles anders aus…….

Als ich den Garten übernommen habe, war eine Hälfte eine karge braune Erdfläche. Wir haben gebuddelt, gepflanzt, Hügelbeete angelegt und uns danach bei einem Bier im Schatten des Apfelbaumes ausgeruht. Und ich wusste seitdem: es gibt nichts beruhigenderes, als einen Garten. Nichts lässt mich so sehr abschalten, wie pflanzen, jäten, säen. Wer weiß, vielleicht ist dies seit den alten Zeiten im Menschen verankert?!

Ich freue mich schon auf das Frühjahr. Auf´s erneute Anpflanzen, auf die Gartenplanung und das blättern in Gartenzeitschriften, ich freue mich auf Blüten und Knospen. Ich freue mich auf den Sommer, auf´s Grillen und Faulenzen und den Bienen zuhören und auf das Unkrautjäten freue ich mich auch. Es beruhigt so schön und macht den Kopf frei. Und im Herbst, meiner liebsten Jahreszeit, wird meine Ernte genauso sein, wie ich sie mir vorstelle: Knoblauch und Bärlauch möchte ich ernten, Topinambur, Kohlrabi, Salat natürlich, Schwarzkümmel und Mangold, Bohnen und Tomaten, Chili und Äpfel und Möhren und Rote Beete und Pastinake und guter Heinrich und Kräuter aller Arten und zwischendurch werde ich Erdbeeren und Johannisbeeren naschen. Und im Winter werde ich meine Vorräte aufknabbern und mit geschlossenen Augen den Sommer fühlen.

Falls Jemand von Euch denkt, so ein Kleingarten wäre spießig und die Kleingärtner wären ein Volk für sich…. das mag mancherorts bestimmt stimmen. Aber nicht so “meiner” . Der schönste Kleingartenverein Braunschweigs. Ihr könnt ja mal vorbeischauen.  http://www.kleingaertnerverein-abendrot.de/

Im letzten Jahr sind zu den 5 Apfelbäumen noch 4 weitere Bäume hinzugekommen, 3 Sträucher, 5 Beerensträucher und etliche Kräuter und Blumen. Ein Insektenhotel, ein Tisch unter den Bäumen und aus dem ehemaligen Häuschen, dass einem Abstellraum glich, ist nun ein gemütliches Gartenhäuschen geworden, in dem wir sogar schon übernachtet haben.

Wenn ich von meinem Garten so schreibe, juckt es mich in den Füßen, dorthin zu laufen…… und ja, genau das mache ich gleich. Eine Pause für den Kopf und das Herz in meinem stürmischen Garten.

Eure Kerstin

Sommertagstraum

Gestern war es schön. Wie im Traum und wie in einer anderen Zeit. Luise und ich waren Gast in dem Schrebergarten von Janne und ihrer Familie. Überall blühende Blumen, Apfelbäume, Johannisbeersträucher, Rharbarber. Während Luise mit ihrer Freundin geheime Sachen beschlossen hat (“Janne, wir sind jetzt Freundinnen, oder?” “Ja, Luise.” “Ich treff mich jetzt immer mit Dir, wenn ich Zeit habe. Jeden Tag!!! Heute übernachten wir hier, oder?” “Ja, und wir schlafen im Zelt. Deine Mama kann auf dem Tisch schlafen! Luise, wir müssen jetzt den Matsch rühren!”), habe ich die Gartenromantik auf mich wirken lassen.

Ich will auch. Einen Garten. Mit einer Schaukel im Baum. Blumentapete und weißen Möbeln. Ich möchte bei Regen unter dem Vordach sitzen und Tomatensamen pflanzen. Ich möchte abends ein Buch lesen, ein Glas Wein trinken und den Garten einatmen und spüren, während es langsam dämmert.  Ich möchte ein Holzhäuschen mit schiefen Brettern auf einem zugewachsenen Stück Wiese. Einen Schrebergarten mit einem gedeckten Tisch. Es gibt Kuchen und Apfelsaft und die Sonne scheint gelb. Janne, Du und Deine Familie, seid dann immer herzlich eingeladen.

Rückblick – Archivkramerei

Alle Bilder sind innerhalb weniger Tage entstanden. Vor 5 Jahren, vor ewiger Zeit. Manche sind digital, manche analog und im Nachhinein digitalisiert worden.

Weil die Gelegenheit da war, habe ich heute ein bisschen in alten Festplatten gestöbert und mir Bilder aus diesem Jahr herausgesucht. Denn in diesem Jahr 2006, war alles plötzlich anders. Und alles gut. Und ich bin meinen Weg eingeschlagen, auf dem ich heute noch schreite.  Danke, Roberto für Deine Liebe und Dein Vertrauen, ich danke meiner Familie und all denen, die an mich glauben.

Und ich wünsche, dass Euch da draußen Eure Träume und Eure Visionen auf Trab halten.

Kerstin